Läge die Wahl allein bei den „Entscheidern“, so würde der nächste Bundeskanzler Friedrich Merz heißen.
Bei einer Untersuchung im neuesten „Elitepanel“ von Allensbach haben sich 64 % der befragten 136 Top-Manager, 89 Spitzenpolitiker und 44 Spitzenbeamten für den CDU-Vorsitzenden ausgesprochen, nur noch 33 % für Scholz. Bei der letzten Umfrage vor acht Monaten hatte Merz mit 47 % noch knapp hinter dem Amtsinhaber (49 %) gelegen. Nur 12 % glauben, Scholz könne mit seiner SPD den Rückstand auf die Union und Merz aufholen. Auch die allgemeine Stimmungslage stellt sich für die Ampel wenig hoffnungsvoll dar. 85 % der Befragten zeigen sich als von der Koalition insgesamt enttäuscht, nur 9 % zufrieden. Schwach fällt auch die Benotung der Wirtschafts- und Energiepolitik aus: Fast 13 % bewerten den Wirtschaftsstandort Deutschland als „gar nicht gut“ oder „weniger gut“. 70 % stimmen der Aussage, die letzten zwei Regierungsjahre der Ampel seien „verlorene Jahre“ gewesen, zu. Aufschlussreich ist auch folgendes Ergebnis: Vier von fünf befragten Unternehmens-Chefs bezweifeln, dass die Politik überhaupt ein realistisches Bild von der Lage und den Nöten der Wirtschaft hat. Und fast alle Entscheider sind der Auffassung, dass sich das Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft insgesamt verschlechtert hat.

