„Es brennt lichterloh“

01.08.2022

„Es brennt lichterloh“

Noch einigermaßen zuversichtlich zeigt sich der BDI mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichwohl hat der Industrieverband seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich abgesenkt – von 3,5 auf 1,5 %. Diese Schätzung steht allerdings unter der Voraussetzung, dass ein Gaslieferstopp mit anschließender Wirtschaftskrise ausbleibt. Der Industrie mache „die doppelte Krise aus der russischen Invasion in die Ukraine und den Auswirkungen der Covid-Pandemie“ zu schaffen. Der BDI-Präsident merkt an: „Massive Abhängigkeiten als Preis für Kostenvorteile und Skaleneffekte zu akzeptieren, das war aus heutiger Sicht genauso falsch wie der Verzicht unseres Landes auf eigene hinreichende Investitionen in seine Verteidigungsfähigkeit. Wir haben uns die Feuerwehr gespart, weil wir das Brandrisiko für vernachlässigbar gehalten haben. Jetzt brennt es lichterloh.“ Der BDI rechnet frühestens zum Jahresende mit einer Rückkehr der wirtschaftlichen Entwicklung auf das Niveau vor der Pandemie. Eine Unterbrechung der russischen Gaslieferung „hätte dagegen katastrophale Auswirkungen und würde die Wirtschaft unweigerlich in die Rezession schicken“.